Hydrologische Modelle
Zu hydrologischen Einzugsgebietsmodellen haben wir eine langjährige Erfahrung. Wir setzen sie in Form von Hochwasser-Flussgebietsmodellen für einzelne Hochwasserereignisse (Programm FGMOD) oder als Wasserhaushaltsmodelle (Programm LARSIM) ein.
Wasserhaushaltsmodelle werden von uns für Flussgebiete aufgestellt, um die Wasserflüsse im Einzugsgebiet und Abflüsse im Gewässernetz kontinuierlich über Zeiträume von mehreren Jahren berechnen zu können.
Die entsprechenden Programme sind Eigenentwicklungen und haben insbesondere in Form von hochauflösenden Rastermodellen eine Vielzahl praktischer Anwendungsmöglichkeiten.
Für Wasserhaushaltsmodelle setzen wir das Programm LARSIM in den meisten Fällen in Form eines hochauflösenden Rastermodells ein. Die Wasserhaushaltsmodelle dienen dazu, auf Grund von Informationen über die Einzugsgebiete (bei Rastermodellen in der Regel als Raster vorliegend) wie z.B. Landnutzung (aus Satellitendaten), digitale Geländemodelle und Gewässernetze etc. sowie meteorologischen und hydrologischen Daten die Wasserflüsse in größeren Einzugsgebieten über relativ lange Zeiträume nachzuvollziehen.
Solche Modelle werden von uns mit ca. 14 bis 17 km Raster für sehr große Einzugsgebiete wie das Ostseeeinzugsgebiet und das Rheineinzugsgebiet im Rahmen der Klimaforschung eingesetzt. Auf diesem speziellen Sektor arbeiten wir mit dem Max-Planck-Institut für Meteorologie zusammen, das unsere Modelle auch für Teile seiner weiteren Forschung übernommen hat.
Mit geringerer Rastergröße (s. hochauflösende Rastermodelle) werden Wasserhaushaltsmodelle z.B. für die Bestimmung der Auswirkungen von Landnutzungsänderungen und Klimaänderungen eingesetzt.
Da mit Wasserhaushaltsmodellen u.a. die Grundwasser- neubildung, die Passage des Wassers durch unterschiedliche Bodenschichten ("Belastungspfade") und die Weiterleitung im Gewässernetz von Flussgebieten plausibel beschrieben werden kann, werden solche Modelle zukünftig auch in Zusammenhang mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie Bedeutung gewinnen.
Nähere Informationen sind auch unter Veröffentlichungen / Downloads als pdf-Dateien zum Abrufen verfügbar.